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Gekaufte Freundschaften

12 Apr

In der Schule wird eigentlich jeder die Tugend gelernt haben, dass man sich echte Freunde nicht kaufen kann. Kann man das auch auf Online-Freunde beziehen? Und wenn ja, wie ist es dann zu bewerten, dass Knorr (Österreich) innerhalb von 5 Tagen mehr als 10.000 Facebook-Freunde gewinnt – indem alle als Belohnung ein Test-Paket mit Knorr-Produkten erhalten?! Ähnlich versucht nun auch Burger King Freundschaften gegen Whopper einzutauschen und erzwingt damit den Klick auf den „Gefällt mir“-Button.

Von den Medien wird sowas als „clevere Aktion“ bezeichnet (so zumindest Horizont.net), von Seiten der Unternehmen steht dahinter meißt nur das Ziel, eine möglichst hohe Anzahl an Freundschaften und „Likes“ in kürzester Zeit zu erreichen und so schnell wie möglich weiter zu steigern. Allerdings stellt sich hier die Frage, genauso wie damals, was solche Freundschaften überhaupt wert sind: Ist Quantität gleich Qualität? Kann man auf seine Facebook-Freunde als Konsumenten zählen? Macht man sich dadurch nur Feunde?

Wahrscheinlich hat auch hier wie immer die Muddi die beste Antwort, oder?!

Phil

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Daily Links #2

1 Mrz

Neues von Xing: Ich persönlich habe es noch nicht komplett checken können, aber angeblich hat sich Xing ein bißchen verändert…und sieht facebook immer näher: Erweiterter Newsfeed, Aktivitätsstream auf den Nutzerprofilen und weitere neue Möglichkeiten der Interaktion untereinander. Mehr gibts hier.

Social-Media-Seife: Die Drogerie-Kette DM lässt ein Duschgel komplett durch die Facebook-Fangemeinde entwickeln und bringt es im Herbst 2011 als Limited Edition heraus. Name, Duft und Verpackungsdesign wird komplett von den Verbrauchern bestimmt, die sich dafür lediglich als Fan der Drogerie-Kette outen müssen. Die Vorgehensweise, an die sich DM hier traut, fasst sich unter Crowdsourcing zusammen, und steht für die Auslagerung von Unternehmensaufgaben auf die Kompetenz der Masse. Wenn das richtig aufgezogen wird, kann sich diese Masse sogar für Duschgel begeistern (immerhin schon 3.300 Fans der DM-App). Mehr dazu gibt’s bei der W&V.

„Wir wollen Guttenberg zurück“: So heißt die Facebook-Fanpage zur huetigen Reaktion des EX-Bundesverteidigungsminister, die man mehr oder weniger auch als Live-Ticker bezeichnen kann – zumindest was die sekündlich steigende Fangemeinde angeht. Also heute Mittag wurde ich von einem Kollegen darauf aufmerksam gemacht. Da lag die Anzahl bei 17.000 Fans. Nach ständigem Aktualisieren haben wir bei knapp 18.000 aufgehört zu Beobachten. Nach einer Stunde waren es dann schon 25.000 Fans und wenn man nun darauf schaut, liegen wir bei stolzen 231.113 … 231.312 … 231.439 …und so geht das immer weiter. Versucht es mal selbst. Hier geht’s zum Guttenberg-Ticker. (Jetzt sind es übrigens schon wieder 232.584 Fans)

Alternatives Ende: Die YouTube-Videos werden inzwischen ja auch immer interaktiver und erlauben inzwischen schon, das der Zuschauer in die Geschichten der Filme eingreifen kann. Ein schönes Beispiel dafür ist „A Different Story“, in der man in die Rolle eines Männlichen Jugendlichen schlüpft und an bestimmten Punkten selbst entscheidet wie die Geschichte weiter geht (zum Beispiel ob man mit oder ohne Messer aus dem Haus geht). Sehr umfangreiche Story, durch die es Spaß macht sich durchzuschlagen (im wahrsten Sinne des Wortes). Schauts euch an.

Sneaker Speaker: Und zum Schluss noch kurz zu einem tollen DIY-Boxen-System, das in ein Paar Nike Air Force One eingebaut wurde. Was mich daran am meißten erstaunt: Sneakerb0b hat noch gar nix drüber geschrieben 😉 (via Nerdcore)

Das wars für heute, Leute!

Phil

PS: 239.995 Fans 😉

Daily Links #1

28 Feb

Und los geht es mit dem ersten Post unter dem Motto „Daily Links“:

Leagas Delaney bringt Copytest aufs iPhone: Wo manche Unternehmen sich noch mit digitalen Bewerbungen schwer tuen, sucht die Agentur „Leagas Delaney“ Nachwuchs-Kreative via eigener iPhone-App. Klingt interessant und sieht sogar fast so aus, als hätte die App spielerischen Unterhaltungswert. In Sachen Personal-Management ein weiter Schritt ins Social Web, fragt sich nur noch wie hoch die Quote der erfolgreichen Bewerber-Aufnahmen so wird. (via W&V)

Wie funktioniert Twitter eigentlich?! : Eine Frage, um die sich seit Beginn des Microblogging-Dienstes gestritten wird, und es laut Experten auch gar keine korrekte Antwort drauf gibt. Das findet auch Netz-Pionier Sascha Lobo und erklärt mit Augenzwinkern, wie man seinen Twitter-Account mit mehr Followern aufpeppen kann und vieles mehr. (via webciety)

Ein Buch über Social Media: Wenn wir schon dabei sind, wie das mit dem Web 2.0 überhaupt so funktioniert, kommen wir zu einer Buchempfehlung. (Noch) nicht von mir persönlich, aber von Jürgen von Create Or Die, und die Rezension macht wirklich Lust auf das Buch. Es gibt zwar viele „How To“-Ratgeber, die einem allerdings nicht viel mehr erzählen können, als man eh schon weiß. In „Social Media – Wie sie mit Twitter facebook und Co. ihren Kunden näher kommen“ werden Fragen rund um den Business-Einsatz von FacebookTwitterYouTubeUndWasEsSonstSoGibt angegangen und mit hilfreichen Tipps und Tools beantwortet. Wenn hier an interessanten Fallbeispielen ein interessanter und kreativer Input gegeben werden kann, fände ich das schon ganz cool und bin gewillt dies herauszufinden. (via Create Or Die)

Zum Schluss noch was spaßiges

Der Bieber hat die Haare schön: …und verliert mit seinem neuen Schnitt direkt 80.000 Follower bei Twitter. „Think before you get another haircut, Justin Bieber!“ (via hollyscoop)

Pump it up: Sneakerb0b ist stolzer Besitzer eines limitierten Solobox x Reebok Omnizone Pump und stellt in wie immer sehr schön auf seinem Blog zu Schau. Coole Schuhe, die dank eingebauter Leuchtdioden LEUCHTEN. Kann man das nicht auch selber machen…?! (via sneakerb0b)

 

Das wars fürs erste Mal, morgen gibt es dann die nächste Fuhre.

Phil

Nike ID Contest – Vote for me!

9 Jun

Wie kürzlich schon angekündigt, kann ab heute für den Nike iD Design Contest von inflammable gevotet werden. Die Mail dazu bekam ich gesternabend, anfangs sollten die eingereichten Designs über die Profile der Teilnehmer von den jeweiligen Freunden bewertet werden. Das heißt, es ging darum, möglichst viele der Freunde dazu zu animieren, auf „Gefällt mir“ zu klicken.

Haken an der Sache war, dass man demnach maximal so viele Votes bekommen kann, wie man auch Freunde bei Facebook hat. Das haben einige der Teilnehmer bemängelt und genug gebettelt, dass inflammable kurzerhand die Voting-Regeln änderte. Nun zählen die „Gefällt mir“-Klicks, die auf der Fanpage von inflammable getätigt werden. Unter „Fotos“ ist für jeden Teilnehmer ein Album mit seinem Schuh angelegt. Hier gewinnt das Album, das bis zum 15. Juni den meißten gefällt.

Vorteil ist nun, dass jeder für jedes Album voten kann (nicht nur Freunde des „Designers“). Etwas umständlcih ist nun die Tatsache, das jeder der voten möchte (oder dazu gedrungen wird) erst die Inflammable-Seite „Like“en muss. Das hätte man mal von Anfang an so kommunizieren sollen, dass wärs ok gewesen. Macht fpr den Shop ja auch mehr Sinn weils dadurch viel viraler ist.

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Votet (hier) für mich!! 😉 (dran denken: erst auf der Seite „Gefällt mir“ klicken, um dann in meinem Album auf „Gefällt mir“ klicken zu können)

Im Album auf "Gefällt mir" klicken

Im Album auf "Gefällt mir" klicken

Danke, über den Verlauf des Votings halte ich Euch selbstverständlich auf dem Laufenden.

Phil

PS: Der Contest zeigt, dass der Einsatz von Web 2.0-Anwendungen wirklich nicht so leicht ist, wie man zunächst denkt. Will man sowas wie Facebook nutzen, muss man sich wirklich eine Innovative Idee haben (beispielsweise so einen Design-Contest) und vor der Umsetzung genau überlegen, wie das ganze dann ablaufen soll. Es ist ganz wichtig, sich in die User-Perspektive zu versetzen, womöglich verschiedene Scenarien durchspielen, um letztendlich eine coole und funktionierende Aktion durchzuführen.

In dem Fall von inflammable waren es die Voting-Regeln, die nicht genug durchdacht waren. Hier hätte man vielleicht schon eher auf der Facebook-Seite mit den potentiellen Teilnehmern in Kontakt treten sollen. Wäre dies geschehen, hätte man das Problem noch vor dem Beginn der Votingphase erkannt und besser starten können.

Auch wenn Social Media Marketing so einfach erscheint, ist es das in der Umsetzung ganz und gar nicht. Man kann dabei so viel falsch machen, und im Worst-Case ein völlig gegenteiliges Ergebniss erzielen. Daher sollten Unternehmen den Kommunikationsweg „Social Media“ wirklich ernst nehmen und versuchen zu verstehen.

Votet trotzdem für mich! 😉

Nike Design Contest

28 Mai

Bob hat mich drauf gebracht, und inflammable.com trägt es aus: Ein Nike iD Design Contest, ganz nach meinem Geschmack.

Designed euren persönlichen Nike-Schuh, schickt ihn an inflammable und lasst eure Facebook-Gemeinschaft dafür voten. Der meistgevotete Schuh wird umgesetzt und an den Designer verschenkt.

Was mir daran so gefällt?!

1. i Like Nike

2. Wiedermal ein schönes Beispiel dafür, wie man mit ein paar wenigen leichten Schritten Social Media nutzen kann, um die digitale Mundpropaganda zum laufen zu bekommen. Unternehmen die das begriffen haben, muss man einfach dabei unterstützen.

3. Ich will ein persönliches Paar Air Max haben! Also votet für mich 😉

Phil

Twitter: Gossip oder Mehrwert?

4 Feb

Nice Tweet!

Seit der Entstehung von Twitter, oder eher seit dem Durchbruch zwei Jahre nach der Entstehung, spaltet Twitter die Meinungen darüber, ob das digitale gezwitscher überhaupt Sinn macht. Die eine Seite findet es lächerlich und verachtet Twitter geradezu (wir erinnern uns an die JBK-Show, bei der Herr Kerner lauthals die Sinnlosigkeit dahinter verbreitet – obwohl er noch nicht einmal getwittert hat), die andere Seite nutzt es 24/7 und streitet alles ab – per Tweet natürlich. Doch wer hat recht, kann überhaupt jemand Recht haben, und wenn ja: wem bringt das schon was? Fragen über frage, die schon fast ins philosophische gehen und so umfangreich werden, dass sie eigentlich niemals beantwortet werden können.

Trotzdem versuche ich mal ein wenig Licht auf beide Seiten zu bringen. Dazu hat mich ein Radiobeitrag des WDRs neulich gebracht, der sich mit dem Nachrichtenwert von Twitter und Co beschäftigt hat. (Ich konnte den Podcast dazu leider nicht mehr finden) Überraschender Weise wurde Twitter hier relativ gut, aber trotzdem mit Vorsicht gewertet. Was zählen Nachrichten auf Twitter?

Weiterlesen

Von Facebook, FarmVille und Twitter

6 Dez

Techradar.com ist ein Online-Magazin aus den UK, dass sich mit allem möglichen Internet-Technik-Gedöns auseinandersetzt und darüber berichtet. Quasi von Geeks für Geeks. Und dort sind einige Zahlen und Fakten zu Facebook aufgezählt, nachdem Mark Zuckerberg (Gründer und CEO von Facebook) die Tage ja einen offenen Brief zu der aktuellen Situation von Facebook verfasst hat. Ich fasse mal die interessantesten zusammen:

  • Weltweit zählt facebook rund 200 Milliarden Pageviews;
  • ca. 350 Millionen Usern loggen sich ein;
  • jeden Tag werden 1,6 Milliarden Nachrichten per Chatfunktion verschickt;
  • 2,5 Milliarden Fotos werden jeden Monat hochgeladen, was ca. 1000 Fotos in der Sekunde entspricht!!!

Das bringt einen schon zum Grübeln, bzw. macht mal deutlich, wie sehr das Netzwerk sich in die Leben der Nutzer integriert hat! Bald können wir alle nicht mehr ohne Facebook und Co. leben! Und Google übernimmt die Welt später eh komplett!!! 😉

https://i1.wp.com/vator.tv/images/attachments/020909121934gameBig_farmville.jpg

Und wo wir schon beim Thema sind: Die meißten werden FarmVille kennen, und daher wissen dass es sich dabei um eine Facebook-App handelt, in der man als kleines Farmermännchen seine eigene kleine Farm aufbauen kann. Täglich muss man pflügen, sähen und ernten, um in den nächsten Level hochzusteigen damit man noch mehr Zeugs zum bauen und sähen freischaltet. Also kurz: Eine Plage, die mir meine Zeit stiehlt und keinen näheren Sinn hat. Und traurigerweise hat es mich trotzdem in den Bann gezogen (Irgendwann hat mich die Frage nach der FarmVille-Nachbarschaft einfach überlistet und schon war ich drin).

Wenn man sich umhört (und damit meine ich nicht nur bei facebook, sindern im wirklichen Leben) kriegt man schnell mit, dass man nicht der einzige ist der ein Farmer-Ego hat, und erkennt langsam die Weiten, die diese App inzwischen erreicht. Hier der Vergleich: 69 Millionen aktive User nutzen FarmVille – womit die App mehr Anhänger hat als der (Haupt-)Konkurrent Twitter!!! Das finde ich schon heftig.

Es wird ja immernoch hier und da diskutiert, ob Twitter nun Einen wirklichen Nutzen hat oder überflüssig ist. Wenn man sich dagegen mal so etwas wie FarmVille anschaut, finde ich dass es doch weitaus mehr Sinn macht einen „Nice Tweed“ zu verfassen, als zum X-ten Mal siene Felder zu besähen. Irgendwann wird das auch langweilig und nervt! Aber auch dieser schwache Trend verfliegt sicher bald, während Twitter sich noch weiter als Kommunikationsinstrument festigen wird. Ich sehe FarmVille und Co. daher mehr als „One-Hit-Wonder 2.0“ an.

Naja, ich fands ganz interessant diese Zahlen mal zu erfahren um eine ungefähre Größenvorstellung zu haben. Ich werd das mal im Hinterstübchen behalten und das nächste mal dran denken wenn es wieder heißt: „Tom invited you to be his XYZ-Ville neighbour“. Anstatt das anzunehmen geh ich lieber raus und umarme ein paar echt Bäume!

Der Farmer Phil.