Groezrock 2010 – Gut gerockt!!!

26 Apr
Let's get this Party started!

Let's get this Party started!

Das war das Groezrock 2010 in Meerhout, Belgien. Ich bin mehr oder weniger heile wieder zurück gekommen, ein bißchen Schwund gibts immer. Es war eine super Stimmung, spitze organisiert und vom Wetter her perfekt. Lediglich die Nächte waren etwas kalt, aber ein bißchen Survival-Training gehört ja dazu!

Aber nun zum wesentlichen: Die Bands!


Als aller erstes: Mein Plan ist so gut wie komplett aufgegangen. Habe alle Bands, die ich sehen wollte, gesehen und mein Bestes aus dem Publikum dazugegeben. Wie man auf den Fotos sehen kann, waren die Bühnen jeweils unter festivalzelten untergebracht. Das war eine gute lösung, wettertechnisch war man da sehr flexibel. Am Freitag war der Sound noch etwas komisch unterm Zelt, aber dass kann auch an den Deathcore-Bands gelegen haben…

Das Lila Zelt - Die Main Stage

Das Lila Zelt - Die Main Stage

Innenansicht der Main-Stage

Innenansicht der Main-Stage

Highlights am Freitag waren für mich Caliban und Millencolin. Zu Caliban (als erste Band) war ich noch voller Power, was dazu geführt hat, dass ich mich plötzlich mitten in einer Wall-of-Death wiedergefunden habe. So „hart“ die Musik ach klingt, und so tättowiert die Menschen im Publikum auch sind – wenigstens heben sich alle gegenseitig wieder vom Boden auf, wenn einer hinfällt. Und es kommt verdammt oft vor dass jemand hinfällt – mich einbezogen!

Da stand ich also, dritte Reihe rechts in der Wall. Alle losen Sachen schnell in meine Bauchtasche gestopft. Ein paar Mutige springen in der Mitte herum, die Musik geht los, dann gibt der Sänger das Zeichen – Armaggeddon! Alles was ich noch weiß, ist dass ich plötzlich gestolpert bin und nur noch Sohlen über mir gesehen habe. Da die Musik in der Situation nicht gerade beruhigend ist, kriegt man da echt Panik. Aber plötzlich kam die rettende Hand, die mich wieder hoch riss. Dann gings einfach weiter. Im Laufe der Bands, habe ich meine Technik perfektioniert, sodass ich direkt meine Hand ausgestreckt habe, wenn ich zu Boden ging. Dann war man meißtens direkt wieder oben.

Nach der wirklich sportlichen Leistung bei Caliban, war eine Pause von Nöten. Mir tat wirklich jeder Muskel und Knochen weh, aber das war gepaart mit Glücksgefühlen und Adrenalin – Also eigentlich ziemlich geil! Ich lag also kurz außerhalb des Bühnenzeltes, nach einer halben Stunde fing Millencolin an zu spielen. Aufgrund der Anstrengungen und des anderen Musikgenres, habe ich mich etwas weiter außen platziert. Auch Millencolin haben einen sehr guten Auftritt hingelegt.

Damit waren meine Pflichtermine vom ersten tag geschafft. Es gab dann noch ein paar spontane Besuche an den getränkeständen, bis die Party dann in Richtung Zeltplatz getragen wurde und dort langsam ruhiger wurde.

Tag 2

Am zweiten tag konnte man sich erstmal das Festivalgelände richtig anschauen: Etnies, Eastpak und Jägermeister waren als Hauptsponsor gut vertreten. Etnies lud regelmäßig zur Autogramm-Stunde ein, bei Eastpak konnte man sich seinen Rucksack ansprayen lassen, und Jägermeister rief auf, dass Biest in sich rauszulassen – mit „Hau den Lukas“ und einigen Give-Aways. Ansonsten waren zwei größere Merchendise-Zelte am start, wo man sich ganz im Outfit seiner Lieblingsband einkleiden konnte. An meine Jeansweste kam da natürlich nix dran, sodass ich das geld für andere Güter investiert habe.

Zebrahead, Sum41, Bouncing Souls, AFI, Pennywise und Bad Religion

So sah der Band-Plan für Samstag aus. Zebrahead waren eine große Überraschung, und haben das Zelt richtig gerockt! Diese Band kann ich nur empfehlen. Die Bouncing Souls haben auch gut gerockt. Auch wenn vom neuen Album leider weniger gespielt wurde, hat es zumindest sehr viel Spaß gemacht, dem Leadsänger beim Performen Bewegen zuzusehen. Es hätte eher zu nem Schlagerauftritt gepasst, und manchmal musste man echt zweimal hingucken ob der das ernst meinte. Aber er tat es und hat ansonsten auch sehr überzeugt. Er hat mich persönlich sogar so sehr überzeugt, dass ich nach vorne rennen, und mit ihm eingeklatschen musste – hat geklappt. Anschließend habe ich den Autritt von den Bouncing Souls auf den Schultern von Bast verbracht, was auch nochmal nett war.

LIT konnte ich leider nicht sehen. Zu dem Zeitpunkt war es Zeit für Flüssigkeits-Nachschub, um anschließend rechtzeitig zu Sum41 zu erscheinen. Das hat auch gut geklappt. Die Jungs haben eher alte Sachen gespielt, davon aber dann auch das Beste. Manche Leute im Publikum waren davon so mitgerissen, dass sie kurzerhand an den Zeltpfosten hochgeklettert sind, um den Auftritt aus 6 Metern Höhe zu erleben. Bei dem Durchschnittspegel sicherlich riskant, sah aber cool aus!

Nach Sum41 kamen AFI, und mit denen der wohl beste Auftritt vom Groezrock. Ich fand die Jungs super, obwohl die gar nichts außergewöhnliches gerissen haben. Die waren einfach gut, die Songs gefallen mir total und die Stimmung hätte nicht besser seien können. Für die Kenner: Der leadsänger von AFI sieht gar nicht mehr so Emo-feminin aus. Hat jetzt nen Bart und ist ganz cool….

Pennywise waren dann die vorletzte Band des Abends. Hier haben sich dann wirklich alle zu versammelt, um zu sehen wie Pennywise unter neuer Führung so ist. Der alte Sänger Jim Lindberg hatte die Band anfang 2009 verlassen. An seine Stelle trat dann Ignite-Sänger Zoli Teglas. Da ich auch großer Ignite-Fan bin, war ich besonders gespannt was daraus nun geworden ist, und kann nur zufrieden und zustimmend nicken: Gar nicht mal schlecht. Hier und da hört man die markante Ignite-Stimme heraus, aber das ist ok. Als Band mit neuem Sänger hat Pennywise voll überzeugt und gerockt! Hat er gut gemacht. Ich weiß zwar immernoch nicht, warum am Ende des Auftritts total viele Freunde und Bekannte der Band reinstürmten, aber war ganz cool anzusehen. Der Auftritt schloss Stilecht mit der „Bro‘ Hymne“ ab. Das war gut, allerdings hat es ca. 90% der Festival-Besucher dazu animiert, das „wooooo oooooo woooooo“ die ganze nacht lang zu skandieren. Aber ich kanns eigentlich auch gut nachvollziehen, wenn ich es mir so nochmal anhöre…

Zuletzt kamen dann noch die Jungs Herren Opas von Bad Religion auf die Bühne undgaben ihr Bestes. Das war auch nicht schlecht, aber zu dem Zeitpunkt war mein musikalisches Durchhaltevermögen einfach erschöpft. Der Tag wurde dann Festivalgemäß auf dem Campingplatz ausgeklingt, und das voll und ganz zufrieden!

Und sonst so?!

Ich will ja nicht in jedes kleine Detail gehen, denn davon gibts auf so nem Festival genug. Nur soviel noch: Es war genau richtig, meine alten Vans anzuziehen, die hab ich nämlich voll zerstört:

Die kann man doch nochmal anziehen!

Die kann man doch nochmal anziehen!

Neben den ganzen Band-Shirts konnte man noch was exotischeres erwerben: Mexikanische Wrestlermasken! Ich konnte drauf verzichten, aber diejenigen, die sie sich zugelegt haben, hatten anschließend natürlich den Drang sich zu raufen…und das taten sie auch:

Semi-Professionelles Dust-Wrestling

Semi-Professionelles Dust-Wrestling

und es ging richtig zur Sache!

und es ging richtig zur Sache!

aber am Ende hatten sich alle wieder lieb!

aber am Ende hatten sich alle wieder lieb!

Fazit: Es gab also echt überall was zu sehen: Von Wrestling-Einlagen, über interessante Körperbilder und übertrieben oft gepiercte Menschen bis zu riesigen Circle Pitts und ausrastenden Menschenmassen. Super cooles Festival mit super coolen Leuten und spitzen Bands!

Jetzt muss ich mich noch weiter regenerieren und versuchen vom Festivalbenehmen wieder runterzukommen 😉 Das schickt sich dann doch nicht so gut im normalen Alltag 😉

Rock on, Phil.

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