Die Kit Kat Story

17 Feb

Ich mag Kit-Kat. Und aus dem Grund gönne ich mir auch mal gerne ein Kit Kat. Es heißt schließlich nicht umsonst: „Have a break, have a Kit Kat“.

Als es neulich mal wieder Zeit wurde, den Schokoladenhaushalt aufzufrischen, und ich genüßlich in den Waffel-Keks-Schokoladenriegel gebissen habe, war allerdings nix mit Knusper. Das erhoffte krosse Splittern der mit-schokolade-umzogenen Waffel blieb aus. Was war da los?! Beim genaueren Betrachten und schmecken wurde es schnell klar: Nix mit Waffel. Keine „Break“. Dieses Kit Kat bestand nur aus Schokolade. Quasi ein Schokoladen-Wolf im Knusper-Pelz. Wenn man Jahrelang mit diesem Spruch konfrontiert wird, damit aufwächst, und blind drauf vertraut, steht man erstmal perplex da und überlegt was hier gerade schief gelaufen ist, und vor Allem: WO DIE WAFFEL GEBLIEBEN IST!

Nachdem ich aufgehört habe zu zittern, habe ich mir die restlichen drei Riegel genauer angesehen und musste zu meinem Leid feststellen, dass auch dort die Waffel fehlte. Tief enttäuscht und gedemütigt habe ich die restlichen Beweisstücke zurück in die Plastikverpackung geschoben und musste mir mein weiteres Vorgehen überlegen.

Zunächst schrie ich es laut heraus: „Have a break, have a fail!!!

Ich hätte dieses Schandstück eines Schokoladenproduktes einfach wegwerfen können, niemand hätte jemals davon erfahren. Doch ich wusste dass ich etwas tun musste. Ich konnte nicht da stehn, mit der Gewissheit dass dort draußen noch mehr dieser Bastarde aus süßer Fettglasur umher gingen. Ich wollte meine Umwelt schützen, und tat dass, was jeder Student mit einem Laptop und Gier tun würde. Ich googelte „Kit Kat“, gelang schnell zur Kundenservicehomepage von Nestlé, und gelang an die Anschrift der „Nestlé Schokoladen & Kaffee GmbH“.

Ich wollte mich nicht beschweren, ich wollte helfen! Somit entwarf ich ein Schreiben, das meine missliche Situation beschrieb, jede noch so brutale Einzelheit habe ich geschildert. In einem gepolsterten Briefumschlag habe ich meine Botschaft und die Überreste eingepackt, wie es sonst nur in Mafiafilmen mit den Fingerkuppen von Geiseln getan wird. Ich brachte den Brief zu einem Postkutscher, und wartete. Denn mehr blieb mir dann nicht mehr übrig.

Von meiner schnellen Kooperation wahrscheinlich stark angetan, erhielt ich schon wenige Tage später dieses Schreiben zurück:

Die Antwort

Es ist schön, wenn einem Zivilcourage gedankt wird. Nicht dass ich das erwartetet hätte, aber es war trotzdem schön. Noch schöner wurde es dann, als derselbe Postkutscher wie in jener Nacht (vielleicht auch ein anderer) mir ein Päckchen überreichte, dessen Inhalt in der Lage sein sollte, meine Wunden zu heilen. Ich öffnete es, und ein goldener Schein blendete mich. Als sich meine Pupillen langsam an den Schimmer gewöhnt hatten, sah ich in diesen Prachtinhalt:

Smarties, Kit Kat minis, Chunky, Senses, Lion, Nuts ...

Ich bin froh, das ich den Mut hatte etwas bewegen zu wollen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Nestlé bedanken, die nicht nur einen kleinen Fehler, für den eigentlich keiner was kann, eingestehen konnten, sondern mich als einer von ihnen behandelt haben. Ich fühle mich nun nicht allein, nein, jetzt bin ich ein Teil…ein Teil eines großen mit Waffel gefüllten Kit Kats. Danke.

Der Inhalt der Geschichte kann teilweise übertrieben dargestellt sein, gibt aber im groben das Erlebte originalgetreu wieder. Als Fazit sei Nestlé tatsächlich zu loben. Denn die Bearbeitung ging wirklich schnell und die Rückmeldung war mehr als Großzügig! Ein toller Kundenservice! Vielen Dank.

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