Macht uns das Internet (un)abhängig?

28 Nov

Frank Schirrmacher, FAZ-Herausgeber, hat ein Buch geschrieben, in dem er die oben stehende Frage anspricht und versucht eine Antwort zu finden. „Payback“ heißt das gute Stück und ist nun vor kurzem beim Blessing Verlag erschienen. Ich habe nun gerade einen interessanten Artikel in der Zeit gelesen, in dem es um das Buch und die darin angesprochenen Thesen geht, wohin sich der Mensch aufgrund der Möglichkeiten des Internets entwickelt. Mit Hinblick möchte ich das Thema und den Inhalt des Buches ansprechen und kommentieren.

Der Hintergrund, durch den sich Schirrmann das Internet zur Brust genommen hat, ist die aktuell immer wieder neu angesprochene Debatte um die Relevanz des Internets und der sich darin entwickelten Angebote. Es sei inzwischen zu einer Ideologosierung gekommen, da man sich in der Frage der Relevanz des Internets nurnoch auf die Befürworter-Seite stellen kann, da man sonst automatisch als kulturkritisch, elitär abgestempelt werde und (besonders schön) einem die Angst vor gesellschaftlicher Neuerung unterstellt wird. Obwohl Schirrmacher hier versucht sich dem Leser als Technikbegeistert zu präsentieren, unterstellt er der Pro-Entwicklung-Seite eine einschüchternde Art. Meiner Meinung nach ein gefährlicher Einstieg, da sich hier bereits für mich der Anschein macht dass der Autor sich als besonders Technisch bewandert ausgibt, sich trotzdem eine Opferrolle zuspricht, um anschließend noch überzeugender zu wirken wenn er sagt dass das böse Internet uns alle kontrolliert.

Hier wird unfähr gespielt, Herr Schirrmacher! Wie sich letzlich noch zeigen wird, gehört der Autor eher zu der Konservativen Riege, behaouptet zwar dass es sich bei „Payback“ nicht um ein „Pamphlet gegen Computer“ handeln würde, aber spätestens als er Aldous Huxleys Roman „Schöne Neue Welt“ ins Spiel bringt, kommt mir genau der Anschein danach! Die Rolle der Glücksausschüttenen Droge aus dem Roman, nimmt also Google ein, wenn es uns die Treffer für unsere Informationssuche gibt. Ja genau, für mich hört sich das leicht paranoid an, aber es gibt ja genug Menschen die sich damit identifizieren können.

Ich teile die Meinung definitiv nicht, dass sich unsere Gehirne transformiert haben, dadurch dass wir nun Youtube, Twitter und Co benutzen und in unseren Alltag integrieren. Klar gibt es eine Informationsflut, die vorher nicht so ausgeprägt war, aber anstatt das sich unser gehirn „würdelos abstuft“, empfinde ich es als Herausforderung und Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Man muss nunmal lernen damit umzugehen und für sich zu entscheiden welche Informationen mir nützen, und welche nicht. Diese Aufgabe empfinde ich eben nicht als Verlust des selbstständigen Denkens, ganz im Gegenteil. Ich denke es ist einfach die Möglichkeit, das Internet in unseren Alltag zu integrieren, der den Anschein macht dass wir nun alle Knechte der Maschinen geworden sind (Herr Schirrmacher, zuviel Matrix gesehen?!). Jeder kann die Informations- und Kommunikationsmittel auf sich abstimmen um sie perfekt zu nutzen – Kann man denn mehr „Herr der Lage“ sein?!

Dann wird natürlich auch Freund Darwin ins Spiel gebracht. Und hier finde ich, dass es stimmt was angesprochen wird. Aus „Der Tüchtigste überlebt“ wird “ Der Bestinformierte überlebt“. Aber ist das denn schlimm? Das lass ich mal so stehen.

Letztendlich sind das Buch und die darin angesprochenen Thesen für genau diejenigen unter uns interessant, die eh schon gegen den ganzen Technikwandel sind, da sie dadurch noch verstärkt werden. Die andere Seite schüttelt dabei nur den Kopf und verfasst ne bösen Tweet darüber! Ob eine Seite besser ist als die andere weiß ich nict, aber es macht einfach keinen Sinn sich dauaern d diese Frage zu stellen. Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, muss es aber meiner Meinung auch gar nicht geben. Anstatt einem Buch, dass thematisch eine alte und langsam auch langweilige Debatte anspricht (Ich sehe das Buch eher als kulturkritisches Update), sollte es mehr Werke geben, die inhaltlich den Umgang mit der Technik und der Entwicklung ansprechen und erklären. (Hierzu übrigens ein interessanter Artikel auf netzwertig.com zum Thema „Fehlende Medienkompetenz“)

Ich sehe die Entwicklung definitiv nicht als so dramatisch wie es von mancher Seite angesprochen wird. Wie oben schon gesagt sehe ich viel mehr Chancen! Es liegt letztendlich doch in der Natur des Menschen sich immer den bestmöglichen Vorteil zu verschaffen. Auf die heutige Zeit bezogen ist es demnach doch vollkommen normal, sich ein Smartphone anzulegen um immer die nötigen Informationen und News zu bekommen, oder sich am Laptop mit Menschen aus aller Welt zu unterhalten. Ich sehe da nix schlimmes, sondern denke eher dass es einfach die Angst vor der Schnelligkeit und Transparenz ist, mit der viele Menschen (und leider oft genug auch Entscheidungsträger) noch nicht umgehen können. Aber hier heißt es nicht, die Hexe zu verbrennen, sondern von ihr zu lernen!

Der Titel des Buches ist übrigens in Anlehnung auf die allseits bekannte Payback-Karte gewählt worden, und soll irgendwie nen Zusammenhang zeigen dass wir ja alle in den Computer investieren, und uns darauf erhoffen dass er uns etwas zurückgibt (im Vergleich zu Payback-Punte sammeln und Prämien kassieren). Find ich etwas weit hergeholt, ich dachte im ersten Moment an den Film „Payback“ und an so ne Art Rachefeldzug/Vendetta gegen das Internet. Das passt auch viel besser zum Buch, so wie ich das sehe!

Soviel noch dazu, Phil.

Frank Schirrmacher, FAZ-Herausgeber, hat ein Buch geschrieben, in dem er die oben stehende Frage anspricht und versucht eine Antwort zu finden. „Payback“ heißt das gute Stück (zu dem Namen äußere ich mich noch später) und ist nun vor kurzem beim Blessing Verlag erschienen. Ich habe nun gerade einen interessanten Artikel in der Zeit gelesen, in dem es um das Buch und die darin angesprochenen Thesen geht, wohin sich der Mensch aufgrund der Möglichkeiten des Internets entwickelt. Mit Hinblick möchte ich das Thema und den Inhalt des Buches ansprechen und kommentieren.

Der Hintergrund, durch den sich Schirrmann das Internet zur Brust genommen hat, ist die aktuell immer wieder neu angesprochene Debatte um die Relevanz des Internets und der sich darin entwickelten Angebote. Es sei inzwischen zu einer Ideologosierung gekommen, da man sich in der Frage der Relevanz des Internets nurnoch auf die Befürworter-Seite stellen kann, da man sonst automatisch als kulturkritisch, elitär abgestempelt werde und (besonders schön) einem die Angst vor gesellschaftlicher Neuerung unterstellt wird. Obwohl Schirrmann hier versucht sich dem Leser als Technikaffin zu präsentieren, fängt er gleich zu Anfang seines Buches an,

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: